Schweizerischer Verband der Immobilienwirtschaft

Frage 2 / 4

Empfehlungen & Erläuterungen

Immobilienbewertung

Das durch Rechtsvorschriften geregelte Verfahren der Immobilienbewertung hat zum Ziel, den Verkehrswert / Marktwert einer Immobilie nach der Realwertmethode, Ertragswertmethode und Vergleichswertmethode zu ermitteln. Bei der Vergleichswertmethode werden Kaufpreise von Grundstücken zum Vergleich herangezogen, die aufgrund ihrer Werthaltigkeit mit dem zu bewertenden Grundstück übereinstimmen – hierfür muss jedoch eine genügend grosse Anzahl von Vergleichsobjekten vorhanden sein. Beim Ertragswert wird der Wert der Gebäude getrennt vom Bodenwert auf Basis des Ertrages ermittelt. Das Sachwertverfahren beachtet den Wert der baulichen und sonstigen Anlagen getrennt vom Bodenwert nach den Normalherstellungskosten. Die digitale Immobilienbewertung bietet Schnittstellen zu den wichtigsten Datenbanken mit den relevanten Daten an und ermöglicht so, Immobilienbewertungen schnell und effizient zu erstellen.

Qualifizierung von Käufern, Verkäufern, Mietern und Vermietern

Wenn eine Immobilie verkauft oder vermietet werden soll, ist die Qualifizierung von Interessenten eine wichtige Aufgabe im Vermarktungsprozess. Nicht jeder, der sich nach einem bestimmten Haus oder einer Wohnung erkundigt, hat ein ernsthaftes Interesse. Und wenn sich jemand ernsthaft für ein Angebot interessiert, heisst das noch lange nicht, dass er alle Anforderungen für Kauf oder Vermietung erfüllt. Um die Vermarktung von Immobilien so effizient wie möglich zu gestalten, ist eine Qualifizierung von grosser Wichtigkeit: sie erlaubt eine Fokussierung auf die Interessenten, die schlussendlich auch wirklich als Käufer oder Mieter in Betracht kommen. Eine Qualifizierungssoftware übernimmt hierbei die Beantwortung und Qualifizierung der Anfragen aller Interessenten anhand im Vorhinein festgelegter Parameter (max. Anzahl Bewohner, Wunschmieterprofil, Haustiere, etc.). So werden automatisch die Interessenten hervorgehoben, die am ehesten zu den Immobilien passen. Nach der automatischen Überprüfung der jeweiligen Bewerbungen, können online Besichtigungstermine mit den favorisierten Interessenten vereinbart werden. Die Qualifizierungssoftware begleitet entlang des gesamten Bewerbungsprozesses von Immobilien – von der ersten Kontaktaufnahme bis hin zum unterschriebene Kauf- oder Mietvertrag.

Bonitätsauskunft

Mangelnde Bonität von Mietern ist immer öfter Anlass für Schadenersatzforderungen der jeweiligen Eigentümer gegenüber der Immobilienfirma. Oftmals sind Eigentümer davon überzeugt, dass ein von ihnen beauftragter Vermarkter verpflichtet ist, die Bonität der jeweiligen Interessenten zu überprüfen. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn der Auftraggeber den Vermarkter ausdrücklich darauf hinweist oder es Teil des Auftrages ist. Es liegt jedoch im Interesse des Vermarkters, die Bonität eines Interessenten festzustellen – kein Vermarkter möchte Zahlungsunfähige oder gar Betrüger vermitteln. Hier bietet sich eine Software zur Bonitätsauskunft an, die Selbstauskünfte und Bonitätsauskünfte prüft und in den entsprechenden Profilen von Mietinteressenten hinterlegt.

Feststellung der Identität des Kunden

Besteht ein ernsthaftes Interesse des Kunden an der Unterzeichnung eines Kaufvertrags, müssen Vermarkter vorab die Identität des Kunden feststellen. Wichtig ist hier, dass der Datenschutz gewährt wird – die Kopie des Ausweises hat nur in den Akten etwas zu suchen und auch die Weitergabe an Dritte ist strengstens untersagt. Um den gesamten Prozess zu vereinfachen, bietet sich die Nutzung einer Software zur Identitätsfeststellung an. Diese ermöglicht es, die Personalausweis-Identität von Interessenten sicher und nachweisbar online prüfen zu lassen und zu hinterlegen – ohne Medienbrüche und unter Beachtung der rechtlichen Anforderungen, was zu mehr Rechtssicherheit führt.

Analyse der Besucher, sowie deren Verhalten und Verweildauer auf der eigenen Webseite – Webanalyse

Eine Webanalyse erlaubt, Informationen über das Besucherverhalten auf der eigenen Webseite zu erhalten. Diese Informationen können unter anderem Herkunft, Verweildauer, Anzahl der Webseitenbesucher (für die gesamte Webseite und einzelne Unterseiten) und Klickverhalten der jeweiligen Besucher beinhalten. Ziele sind dabei das Steigern der Besucherzahlen, Kundenbindung, höhere Kundenzufriedenheit und schlussendlich Umsatzsteigerungen. Wichtig ist hierbei, dass die Webanalyse keine einmalige Tätigkeit ist, sondern ein kontinuierlicher Prozess aus Messen, Analysieren und Optimieren. Der grosse Vorteil ist, dass das Verhalten der Webseitenbesucher bis in das kleinste Detail erfasst und analysiert werden kann. Das macht die Webanalyse zu einem sehr mächtigen Werkzeug des Online Marketings. Mit diesen Informationen kann nachvollzogen werden, wie sich Änderungen an der Webseite auswirken und somit der Erfolg der Webseite laufend kontrolliert werden.

Aus den so gesammelten personenbezogenen Daten können umfangreiche Nutzerprofile erstellt werden. Darauf müssen Besucher jedoch hingewiesen werden – in Form einer Datenschutzerklärung auf der Webseite und die Einholung einer Einwilligung.